Allgemein · Medizinisches Thema des Monats

„Herzlich Willkommen“ Infektzeit…

Dieser Beitrag enthält Werbung für verschiedene Produkte. Details dazu am Ende des Artikels. 

„Mama, guck mal, ich kann meinen Atem sehen“ schreit der Große als wir morgens, zum ersten Mal seit vielen Monaten wieder in der Dämmerung, das Haus verlassen. Ich würde so gern seine Begeisterung teilen, doch leider weiß ich dass dies auch bedeutet dass demnächst wieder die Rotznasen Einzug halten. Wenn es bei den Rotznasen bleibt ist ja gut, aber je jünger die Kinder, desto häufiger folgen auf die Rotznase auch die Bronchitis, die Ohrenentzündung und die Fieberschübe. Wie also diese zähen Infektmonate überstehen? Und wieviel krank ist eigentlich noch normal? Und die allerwichtigste Frage: wie kann man diesen elenden, immer wiederkehrenden Infekten vorbeugen?

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Herbstzeit ist Infektzeit – so helfen wir dem Immunsystem stark zu bleiben

Fangen wir mit der Frage an wieviel krank sein eigentlich normal ist. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen besitzen Kinder noch ein relativ jungfräuliches Immunsystem. Jeder Virus dem sie noch nie begegnet sind, wird mit Fieber und Infektreaktion bekämpft.  Später kriegen sie beim selben Virus vielleicht noch etwas Husten oder Schnupfen, das Fieber bleibt dann aber oft aus. Für die meisten Kinder ist das erste Jahr Kita, Krippe oder Tagesmutter das Jahr in dem sie mit den meisten Erregern konfrontiert werden. Definitionsgemäß dürfen Kinder im Kleinkindalter zehn bis zwölf fieberhafte Infekt im Jahr haben. Wenn man bedenkt dass der allergrößte Teil dieser Infekte in den sechs Monaten zwischen Oktober und März auftritt, kann man sich also schnell ausrechnen dass ein bis zwei Infekte monatlich in der kalten Jahreszeit durchaus normal sind. Ein Infekt dauert mit allen Vor- und Nachwehen 5-7 Tage, sprich eure Kinder dürfen in diesen Monaten ungefähr genau so viel krank wie gesund sein, ohne dass man sich dabei grundsätzlich Sorgen machen müsste. Der banale Schnupfen, bei dem kein Fieber auftritt, zählt da übrigens nicht mit zu…. Dies gilt wenn es sich um unkomplizierte Virusinfekte handelt. Abklärungsbedarf besteht zum Beispiel wenn es sich immer wieder auch um bakterielle Infektionen handelt oder wenn es bei jedem Infekt auch zu einer Bronchitis mit Verengung der Atemwege kommt.

Die Erkenntnis dass es ein Stück weit normal ist dass unsere Kleinkinder im Winter genau so oft krank wie gesund sind führt uns direkt zur nächsten Frage: wie kann man denn nun am besten damit umgehen, wie übersteht man diese fiese Zeit? Da ist guter Rat leider teuer, ich werde trotzdem versuchen euch meine ganz persönlichen Tips und Erfahrungen an die Hand zu geben. Das Allerwichtigste ist wohl positiv bleiben. Genau wie der Winter hat auch die Infektzeit ein Ende. Sie geht vorbei, auch wenn sie sich wie Kaugummi zieht. Und jeder ausgestandene Infekt macht das Immunsystem stärker für das nächste Jahr. Ich stoße zum Beispiel Silvester, seit ich Kinder habe, nicht nur auf das neue Jahr an, sondern auch darauf, dass wir die Hälfte der Infektzeit hinter uns haben. Das andere Mantra was ich mir immer wieder vorbete ist „wir sitzen alle in einem Boot“ – tauscht euch mit anderen Eltern aus, kotzt euch bei einander aus, nichts hilft so sehr wie das wissen dass man nicht allein ist.

Infektzeit rausgehen
Habt keine Angst auch in der kalten Jahreszeit mit euren Kids rauszugehen – solang sie richtig angezogen sind ist das gar kein Problem. Übrigens trägt die ganze Familie die schönen Love for Wool Mützen. Kuschelweiche Merinowolle die den Kopf wärmt und nicht kratz ❤

Und zu guter Letzt lasst euch nicht von der Angst vor neuen Infekten lähmen: sie kommen wenn sie kommen wollen – so oder so. Was ich damit meine? Habt keine Angst davor auch im Herbst und Winter mit euren Kids rauszugehen, nass zu werden, dreckig zu werden, kalte Füße zu kriegen, schwimmen zu gehen oder den verrotzten Kitakumpel zu treffen. Natürlich sollte man kein fieberndes Kind ins Erlebnisbad schleppen, aber so lang eure Kinder fieberfrei und gut drauf sind geht raus an die frische Luft, habt Spaß, lasst die Kinder Kinder sein. Nichts ist besser für das Immunsystem als glücklich sein und frische Luft.

Und nun wollt ihr zum Schluss sicher alle wissen ob man nicht doch etwas tun kann um den Infekten auch vorzubeugen. Wenn ich die Patentlösung hätte, dann wäre sie schon längst auf dem Markt, ich als Kinderärztin in der Winterzeit nicht so überarbeitet und dafür steinreich 😀 Wie oben schon erwähnt, verhindern kann man die Infekte nicht, aber es gibt ein paar Dinge die helfen können das Immunsystem zu stärken bzw es nicht unnötig in Anspruch zu nehmen. Eine ausreichende Vitaminzufuhr wirkt sich auf jeden Fall positiv auf das Immunsystem aus. Wer kleine Gemüsemuffel hat so wie ich kann zum Beispiel auch mit einem Glas Vitaminsaft pro Tag nachhelfen, meine Kinder lieben den Rötbäckchen Immunstark Saft und trinken jeden Nachmittag einen Becher davon. Außerdem versuche ich sie als Ausgleich für den spärlichen Gemüsekonsum mit frischem Obst zu bombardieren, was sie auch gerne essen, vorrausgesetzt es wird ihnen in ansprechenden, mundgerechten Häppchen serviert 😉

Infektzeit Obstteller
So mundgerecht präsentiert ist das leckere Obst auch im Nu aufgefuttert 😉

Frische Luft hat ebenfalls noch keinem geschadet, also rein in die Gummistiefel und Matschhosen und raus an die Luft. Und wo wir gerade bei „frischer Luft sind“: denkt daran die empfindliche Haut eurer Zwerge zu schützen: gerade im Winter leidet die Haut der kleinen oft extrem unter den Temperaturunterschieden zwischen drinnen und draussen und der trockenen Heizungsluft. Ständiges Lippen lecken oder sabbern und der obligatorische Rotz der durchs Gesicht geschmiert wird tun ihr übriges um die Haut zu schädigen. Und wenn die Hautschutzbarriere gestört ist hat das ohnehin schon beanspruchte Immunsystem nur eine weitere Baustelle. Investiert also in eine gute Hautpflege für eure Zwerge – und natürlich auch für euch selbst.

Sollten eure Kinder an chronischen Erkrankungen leiden, hierzu zählen zum Beispiel auch Asthma oder immer wiederkehrende Bronchitiden, wird außerdem empfohlen die Kinder und das direkte familiäre Umfeld gegen Influenza, also die echte Virusgrippe, zu impfen. Einige Krankenkassen übernehmen die Grippeimpfung aber auch grundsätzlich für alle Patienten. Ich habe mich, wie einige von euch vielleicht auch in meinen Instagram Stories kürzlich gesehen haben, dieses Jahr entschieden meine Kinder zu impfen, weil unsere Krankenkasse zu den Kassen gehört die die Impfung für alle bezahlen, und weil ich der Meinung bin dass das Immunsystem meiner Kinder definitiv genug zu tun hat und die Grippe eine Krankheit ist die nun wirklich keiner braucht. Solltet ihr die Grippeimpfung für euer Kind wünschen, dann sprecht mit eurem Kinderarzt darüber, dort könnt ihr auf jeden Fall individuell beraten werden.

Infektzeit Grippeimpfung
So sieht es aus wenn Mama Sonntags morgens am Frühstückstisch alle impft: Nutellabrötchen zum trösten bereithalten und dann einmal Akkordarbeit 😀

Und nun zum Schluss noch eine wunderbare und aufmunternde Nachricht: der Oktober ist schon fast vorbei, das heisst 16% der Infektzeit haben wir bereits überstanden – whoop whoop

Haftungsausschluss und Werbungserläuterungen

Als Verfasserin übernehme ich keinerlei Gewähr für die Vollständigkeit, Korrektheit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. Zu individuellen gesundheitlichen Fragen sollte immer der persönliche Kontakt zum behandelnden Arzt gesucht werden. Die hier dargebotenen Informationen entsprechen meiner persönlichen Meinung und meinen persönlichen Präferenzen als Mutter. Haftungsansprüche gegen mich als Verfasserin die sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der hier angebotenen Informationen verursacht wurden, sind ausgeschlossen. 

Alle in diesem Beitrag gezeigten Produkte werden von mir als unbeauftragte Werbung präsentiert. Dies bedeutet, dass ich von den Unternehmen nicht mit diesem Blogpost oder anders gearteter Werbung beauftragt wurde, und mir auch keine Produkte zu Werbezwecken zur Verfügung gestellt wurden. Die Empfehlung dieser Produkte erfolgt nicht auf Basis medizinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse sondern aufgrund rein persönlicher Präferenzen.

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