Allgemein · Business Tips

10 Tips für euer Handmade Business

Ich werde oft gefragt wie ich es schaffe neben meiner Familie und meinem Job als Kinderärztin auch noch mein kleines Strick-Business zu führen. Dass ich das nicht ganz so easy-peasy nebenbei schaffe habe ich euch ja schon in dem Blogpost „ich lass für euch die Hosen runter“ gestanden. Ein paar Tips habe ich dennoch für euch 

  1. Überlegt euch was ihr wollt: Wollt ihr euer Handmade-Business als Haupteinnahmequelle? Möchtet ihr ein Social media Star werden? Oder möchtet ihr euer Hobby refinanzieren und eure Leidenschaft mit anderen gleichgesinnten teilen und andere dafür begeistern? Wenn ihr die erste oder zweite Frage mit „ja“ beantwortet, dann könnt ihr euch die Zeit sparen weiter zu lesen, denn von diesen Dingen habe ich keine Ahnung. Sollte letzteres der Fall sein kann ich euch aber vllt den ein oder anderen Tip geben 😉
  2. Setzt euch realistische Ziele. Plant keinen Senkrechtstart. Der wird nur den wenigsten von euch gelingen und nichts ist frustrierender als die eigenen Ziele weit zu verfehlen. Auch wenn das selten an den eigenen Unzulänglichkeiten liegt, sondern viel häufiger an den viel zu hohen Zielen die man sich setzt. Und aller Anfang ist schwer. Habt Geduld
  3. Organisation ist alles. Was spießig und wenig spaßig klingt ist so wahr. Ich musste dies zum Teil auf die harte Tour lernen. Aber es gibt ein paar Tricks wie das mehr Spaß macht. All meine Ideen und Designs notiere ich in meinem schönen Notizbuch von Annis Stempelei. Ich habe versehentlich 3 mal Wolle in derselben Farbe neu gekauft, weil ich nicht gesehen habe dass ich davon noch mehr als genug habe, seitdem führe ich eine Inventurliste in der ich alle Garne und Materialien für Verpackung, Versand notiert habe und die ich regelmäßig update, weil sonst: CHAOS!image1
  4. Kümmert euch vorab um ein paar rechtliche Dinge. Ich weiß, ich weiß, das ist noch so ein langweiliger Punkt, aber ohne geht es nicht. Meldet ein Gewerbe an, das bringt euch den ein oder anderen Vorteil: so habt ihr Zugang zu Fachmessen, ggf Rabatten für Gewerbetreibende, ihr könnt euch bei Großhandelsmärkten anmelden und eure Materialien dort zum Teil bedeutend günstiger kaufen. Und nehmt euch die Zeit euer Impressum und eure AGB auf Verkaufsportalen richtig zu machen. Wenn euch das zu lästig ist könnt ihr auch Firmen damit beauftragen. Das spart euch auf jeden Fall viel gedanklichen Stress wenn mal wieder eine angebliche Abmahnwelle durch die bekannten Verkaufsportale rollt.
  5. Habt keine Angst Sachen auszuprobieren. Wenn ein Konzept nicht aufgeht, was soll’s? Wenigstens habt ihr was ausprobiert. Ihr habt nichts zu verlieren.
  6. Teilt euch feste Zeiten ein. Ich merke selber immer wieder dass ich wichtige Dinge liegen lasse oder aufschiebe weil ich mit meinen Stricksachen beschäftigt bin. Mittlerweile mache ich mir einen Zeitplan. Was ich in der Zeit die ich mir für Love for Wool eingeteilt habe nicht schaffe, muss warten bis zum nächsten Zeitblock den ich mir für Love for Wool freigehalten habe.
  7. Verkauft euch nicht unter Wert!!! Dieser Punkt hat drei Ausrufezeichen, denn er ist mir besonders wichtig. Wenn ihr handgemachte Sachen verkauft dann denkt bitte, bitte, bitte ein wenig darüber nach wie ihr eure Preise berechnet. Klar, es macht Spaß, aber es sollte auch für die viele Mühe die ihr investiert ein wenig für euch übrig bleiben. Berechnet eure Kosten ehrlich und gönnt euch einen angebrachten Stundenlohn. Es kann und will sich nicht jeder handgemachte Unikate leisten, das heisst aber nicht dass ihr eure Preise so gestalten müsst dass jeder das kann. Zum Thema Preise werde ich auch nochmal einen eigene Blogpost schreiben.
  8. Macht nur Dinge für die ihr auch steht. Dies gilt für die Sachen die ihr herstellt aber insbesondere auch für Kooperationen mit Firmen. Wenn ihr Produkte zum testen bekommt verpflichtet ihr euch damit nicht nur positiv darüber zu berichten. Und wenn ihr von einem Produkt oder einer Marke nicht überzeugt seid, solltet ihr auch keine Kooperationen eingehen. Auch wenn Authentizität nicht der schnellste Weg zum Erfolg ist, es wird der bleiben der am längsten währt und sich am meisten auszahlt.
  9. Gönnt euch Auszeiten. Ich habe vor Weihnachten meinen Dawanda Shop für 4 Wochen auf Pause gestellt. Es war die beste Entscheidung die ich hätte treffen können. Klar hätte ich vor Weihnachten noch einiges an Umsatz machen können, aber der Stress hätte sich in der Vorweihnachtszeit für mich einfach nicht gelohnt. Und so hatte ich endlich auch mal wieder Zeit das ein oder andere Teil für mich selber fertig zu stellen 🙂Karte 7
  10. Und zu guter letzt: verliert nie den Spaß an der Sache. Das ist quasi die Anknüpfung an Punkt 9 und Punkt 1. Denn solange euer Handmade-Business nicht euren Lebensinhalt finanzieren muss soll es Spaß bleiben. Und sobald es anfängt mehr Stress als Spaß zu werden solltet ihr euch eine Auszeit gönnen!

Ich hoffe ich konnte euch hiermit ein paar eurer Fragen die mich vorab über Instagram erreicht haben beantworten, und wenn ihr möchtet dass ich auf den ein oder anderen Punkt noch genauer eingehe, dann kommentiert auch gerne hier.

Eure Taschi

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2 Kommentare zu „10 Tips für euer Handmade Business

  1. Hallo Taschi. Danke für den informativen Artikel. Wann wirst du den Post über die Preiskalkulation veröffentlichen? Würde mich sehr interessieren. Liebe Grüße Maxi

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