Design your own…

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Wie versprochen widme ich diesen Beitrag dem Thema ‚wie entwerfe ich meine eigenen Strickmuster?‘. Ich persönlich habe immer so viele Ideen und Pläne im Kopf dass ich manchmal gar nicht weiß wie und wo ich anfangen soll, manchmal sehe ich ein Garn wo ich denke „oh, wow, da muss ich unbedingt was draus stricken, aber was?“, andere Male sehe ich etwas in Modeblogs oder Modemagazinen bei dem ich denke „das kann man doch super easy selbst stricken“ und mache mich dann auf die Suche nach passendem Garn und entwerfe das Muster und noch andere Male habe ich eine Idee im Kopf was ich gerne kaufen möchte, finde es nirgends und denke schlussendlich „dann mach ich es halt selbst“.  Ich versuche nun mal das kreative Chaos in meinem Kopf zu ordnen, damit ihr daran teilhaben und bestenfalls davon profitieren könnt.

Was muss ich können? Wenn man rechte und linke Maschen stricken kann und in der Lage ist einfach Zu- und Abnahmen zu stricken dann braucht man maximal noch Basis-Mathekenntnisse (Dreisatz) und schon kann’s losgehen.

Welches Material brauche ich? Nicht viel: Ein Maßband, ein Blatt Papier (ich bevorzuge mittlerweile ein schönes Heft mit unlinierten Seiten), einen Stift, einen Taschenrechner und natürlich Wolle und Stricknadeln. In einem guten Wollgeschäft kann euch das Personal sagen, wie viel Garn ihr für euer Projekt benötigt und die meisten Läden nehmen auch zu viel gekauftes Garn innerhalb von zwei Monaten wieder zurück, daher würde ich immer eher ein Knäuel mehr als eins zu wenig nehmen. Auf der Banderole des Garns findet ihr die empfohlene Stricknadelstärke.                                                                  

Erste Schritte: Die Maschenprobe ist bei selbst designten Teilen noch unerlässlicher als wenn man nach einem Muster strickt, denn sie ist die Basis für all eure Berechnungen. Also strickt erstmal brav ein Viereck von 10x10cm 😉 Für den Anfang ist es einfacher wenn man ein fertiges Teil aus dem Kleiderschrank zur Orientierung herannehmen kann, desweiteren empfiehlt es sich nichts zu figurbetontes zu stricken, denn dann fällt es weniger ins Gewicht wenn es an der ein oder anderen Stelle etwas enger oder weiter wird als ursprünglich geplant. Macht erstmal eine grobe Skizze von dem Teil was ihr stricken wollt und entscheidet dann (bzw messt anhand eures Orientierungskleidungsstück nach) wie breit und hoch es werden soll. Wichtige Maße bei einem Pullover sind die Breite am Bund, an der Höhe der Ärmel, an den Schultern und die Breite des Halsausschnittes, ggf die Breite in der Taille. Die Gesamthöhe, sowie die Höhe der Armausschnitte und des Halsausschnittes, ggf der Taille. Außerdem die Länge der Ärmel, die Breite der Ärmel am Bund und am Übergang zum Vorder-/Rückenteil. Schreibt diese Maße alle in eure Skizze und vergesst nicht, dass wenn ihr einen Ärmel an einem fertigen Pullover ausmesst ihr die Breite doppelt nehmen müsst.

Die Rechnerei: Anhand eurer Maschenprobe rechnet ihr nun erstmal aus wieviele Maschen ihr in der Breite an den verschiedenen Stellen braucht (x). Dafür zählt ihr wieviele Maschen in für 10cm Breite braucht (y), teilt dies durch 10 und multipliziert mit der Breite die ihr haben wollt (z). Für die Mathefans heisst das x=y*z/10. Genau so berechnet ihr wieviele Maschen ihr in der Höhe für die verschiedenen Abschnitte benötigt. Diese Angaben schreibt ihr euch in eure Skizze neben die Maße. Dann rechnet ihr noch aus in welchen Reihen ihr die Zu- oder Abnahmen machen müsst. Bei einem Ärmel bei dem ihr zum Beispiel mit 40 Maschen beginnt und am Ende 70 Maschen benötigt und 100 Reihen stricken müsst, müsst ihr auf jeder Seite 15 Maschen zunehmen. Diese sollten gleichmäßig über die gesamte Höhe verteilt sein, also 100/15=6,6. Das heisst in jeder 6. Reihe 15x eine Masche zunehmen. Man kommt natürlich oft auf krumme Zahlen, die man entsprechend auf gerade Zahlen runden sollte. Bei manchen Mustern muss man zusätzlich berücksichtigen dass man die Gesamtzahl der Maschen ein vielfaches einer bestimmten Zahl sein muss.

Tipp für Oberteile: Wählt einen geraden Schnitt mit überschnittenen Schultern. Dann könnt ihr fast ohne Zu- und Abnahmen arbeiten und müsst auch keine Ärmelkugel am Ärmel berechnen sondern könnt gerade abketten bzw bei Tops einfach noch eine schmale Blende an den Armausschnitt anstricken. Das spart Zeit und Frust 😉

Tipp für mehrfarbiges Stricken: Benutzt kariertes Papier und Buntstifte oder eine Excel-Tabelle um das Muster zu entwerfen.

Die Strickerei: Es empfiehlt sich immer wieder zwischendurch durch anhalten und nachmessen zu gucken ob das was da entsteht wirklich den eigenen Vorstellungen entspricht. Sollte dies nicht der Fall sein lieber mehrmals korrigieren und neu stricken, auch wenn es nervig ist, als sich hinterher ärgern viel Geld und Zeit für ein Teil ausgegeben zu haben was nicht passt oder nicht den Vorstellungen entspricht.                   

Zu guter letzt: Ich empfehle erstmal mit groben Stichen in einem kontrastfarbigen Garn die Nähte zu schließen, damit man das ganze schlimmstenfalls nochmal auftrennen kann. Das habe ich bei meinem letzten Projekt nicht gemacht und es war eine fürchterliche Arbeit den Ärmel wieder raus zu trennen, da man den Nähfaden vom Strickfaden dann nicht mehr unterscheiden kann… Macht euch die Mühe dann habt ihr auch lange Spaß daran…

und wie immer gilt: Übung macht den Meister, nach den ersten selbst entworfenen Teilen fängt es an richtig Spaß zu machen, mir kamen beim Schreiben dieser Zeilen schon wieder die neuesten Ideen, ich hab auch nebenbei schon ein bisschen rumgerechnet und freue mich bald ein neues Strickmuster für euch einstellen zu können… 😉

 

As I promised I will dedicate a few words to ‚how to design your own pattern‘. Personally I always have millions of ideas and inspirations in my head and never know which ones to start on next. Sometimes I see a certain yarn and think „wow, I must use this for something“ other times I see something on fashion blogs or in fashion magazines and think „I could knit this myself no problem“ and start looking for the right yarn and design the pattern. And other times I have an idea of something I would like to buy and if I can’t find it I think „oh, well then I’ll just make it myself. I will try and sort out this whole creative chaos in my head so I can share it with you and in the best case even pass on some useful tips and ideas.                                                                           

Which skills do I need? If you can knit and purl stitches and can do simple increases and decreases you are ready to go. The only other thing you need is basic math skills.                                                    

Which materials do I need? Not much: a tape measure, a sheet of paper (I prefer a pretty booklet with blank pages) a pen and a calculator and of course yarn and needles. A good woolshop will give you advice on how much yarn you need for your project and will take yarn back if you have bought too much. If in doubt take a ball more rather than one less. You will find the recommended needle size on the ball band.                                                                                                                                  

First steps: When designing your own garments it is even more essential to knit a 10x10cm sample to check the gauge. It is easier if you take a garment out of your wardrobe for orientation in the beginning, also it is advisable not to knit something too fitted, because then it doesnt matter too much if it turns out a little loose or tight in the end. First of all you should draw a sketch of what you want to knit and then decide on the measurements. Important measurements for a sweater are the width around the lower seam, then where the sleeves will be sewn in, the shoulder width and the width of the neckline, maybe also the waist. Then decide on the total length, the height up ´to where the sleeves will be set in and how deep you want your neckline to be. Also you will need the length of the sleeves and the width at the cuffs and near the shoulders. Transfer all of thise measurements into your sketch and don’t forget when measuring sleeves on a finished garment they need to be twice as wide.                                                                                                                    

Time for math: You can work out how many stitches you need in total (x) by ´counting the number of stitches you needed for 10cm (y), deviding it by 10 and then multiplicating it with the width you want (z). For math-freaks: x=y/10*z Use the same method to work out how many rows you need for the different parts of your garment. Now all you need to do is work out where to increase or decrease stitches. For example if you have a sleeve that has 40 stitches around the cuff and 70 stitches at the shoulder and you want to knit 100 rows in total you will want to increase one stitch on either side 15 times so you divide 100/15=6,6. So you will want to work your increases in every sixth row 15 times. Depending on which stitch you are knitting in you may have to take into consideration that your total number of stitches should be able to be deívided by a certain number.                                                                                                                                                         

Tipp for Sweaters: Choose a straight loose fit with overlapping shoulders. You will hardly have to work any increases or decreases around the shoulders which saves a lot of time and frustration. You can just cast off the sleeves straight or knit on a small seam around the armholes if you are making a top.                                                                                                                                                         

Tipp when using more than one colour: Use squared paper and coloured pens or an excel worksheet to design your pattern.                                                                                                    

Knitting: Keep checking if everything really is the size you wanted and fits. If this is not the case, take the time to start over and make some adjustments, even if it is annoying, because you will never be happy if you have spent a lot of money and time on something you will never wear.      Last but not least: Use yarn in a contrast colour when joining the seams so you can take the stitches out if something isn’t quite right yet. I didn’t do that in my last project and spent a lot of time cursing while trying to find the stitches from the seams without destroying what I had knit.

And as always: practise makes perfect, you will grow more confident after you have designed your first own garment and it starts to become real fun. While I was writing this new ideas started to build up in my head and I have been working out one or two things simultaneously, which means I will be able to upload a new free pattern soon …. stay tuned 😀

 

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Ein Kommentar zu „Design your own…

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